Der allererste Kuss (250 Wörter)
Die schweren Flugzeugmotoren ließen unsere Körper erbeben. Die Situation konnte nicht unromantischer sein. Bis an die Zähne bewaffnete Agenten bedrohten Lois und mich.
In wenigen Augenblicken wollten sie uns in großer Höhe aus dem Flugzeug stoßen. Sinn und Zweck dieser Aktion sollte sein, Superman zu unserer Rettung herbeizulocken. Wir waren die Köder damit dieser fanatische Jason Trask ihn töten konnte. Er war besessen von diesem Gedanken. Die Gefahr war mit den Händen greifbar.
Da äußerte Lois, diese unvergleichliche Frau, einen letzten Wunsch. Ironisch lächelnd gewährte Trask ihre Bitte.
Hatte ich mich verhört? Nein, sie wollte tatsächlich einen Abschieds
KUSS! Von mir, Clark Kent, dem grünen Jungen aus Sonstwoville! Das konnte nur eine Finte sein. Sie wollte sicher damit unsere Gegenwehr einleiten.
Aber trotzdem…! Das Dröhnen der Motoren verstummte für mich, die feixenden Gesichter um mich herum verschwanden. Nur Lois und ich waren noch auf der Welt.
Wunderbar, wie ihre Hände zärtlich mein Gesicht umfassten! Schon spürte ich ihren warmen Atem. Gebannt schaute ich auf ihre immer näher kommenden Lippen. Sie waren rot wie Kirschen… und sie schmeckten genauso köstlich.
Später, als der ganze Trubel vorbei war und ich den Kuss immer wieder erlebte und fühlte, fiel mir der Refrain des Songs
„Summer wine“ ein:
„Strawberries, cherries and an angel´s kiss in spring; my summer wine is really made from all these things.” Noch heute sind ihre Küsse wie die eines Engels! Sie schmecken süß nach reifen Erdbeeren und saftigen Kirschen. Und wie der besungene Sommerwein gehen sie mir berauschend ins Blut…
