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Der Kostenvoranschlag

FanFiction zur TV-Serie "Smallville"

Der Kostenvoranschlag

Beitragvon C_K_unlimited » Mo 11. Jan 2010, 19:44

Ein dickes DANKE vorweg an Kitkaos fürs Beta lesen! (Die Geschichte entstand für den Oktober-Ficgrab 2009.)

Der Kostenvoranschlag

Smallville: Zwischen Staffel 2 und 3. (Clark ist am Tag von Lex' Hochzeit verschwunden und hat davor sein Raumschiff zerstört. Dabei hat die schwangere Martha ihr Kind verloren.)

Disclaimer: Smallville und die Charaktere gehören nicht mir und ich verdiene damit auch kein Geld.


Martha öffnete den Brief. Sie wusste schon vor dem Öffnen, dass er keine guten Neuigkeiten bringen würde. Diese Art von Briefen brachte nie gute Neuigkeiten. Als sie die Seite auseinander faltete, suchte sie nur nach einer Zahl. Und da war sie; ganz unscheinbar stand dort das Verderben. Die Zahl, die die Farm in den Ruin treiben würde, hatte eindeutig zu viele Stellen vor dem Komma. Nie würden sie und Jonathan diese Summe erarbeiten können. Besonders nicht, seit Clark verschwunden war.

Clark. Wieder wanderten die Gedanken der Mutter zu ihrem Sohn. Wo war er nur? Nicht einmal ein Monat war vergangen seit Lex' Hochzeit. Seit dem Tag, an dem Marthas 'Geschenk des Himmels' genauso plötzlich weg war wie er aufgetaucht war. Jeder Schritt auf der Veranda, jedes Rascheln im Stroh ließ Marthas Herz schneller schlagen. Sie wollte so sehr, dass Clark zurück käme.

Die Farm war so oder so verloren. Die Explosion an dem verhängnisvollen Tag, hatte das Kent'sche Lebenswerk, ihren Lebensinhalt, zerstört. Der Brief in Marthas Hand belegte dies nun Schwarz auf Weiß. Doch es war nicht nur der materielle Schaden, der ihr zu schaffen machte. Was sie wirklich zu erdrücken drohte, war die Leere. Das Wissen, dass sie nicht nur ihr ungeborenes Kind, sondern auch ihren großen Sohn verloren hatte, und die hängenden Schultern und das verzweifelte Schweigen ihres Mannes schienen sie von dem Rest der Welt zu trennen.

Die täglichen Besuche von Lana Lang, die sich aus irgendeinem Grund für Clarks Verschwinden verantwortlich fühlte, brachten nur wenig Linderung. Nach jedem Besuch brach die Leere nur noch heftiger über Martha herein.

Ihre Augen füllten sich mit Tränen. Bei dem Versuch sie weg zu blinzeln löste sich eine, rann ihre Wange hinunter und fiel auf den vermaledeiten Brief. Als Martha die Tränenspur wegwischte, nahm ihr Jonathan den Brief aus der Hand. Er war unbemerkt hinter sie getreten und hatte über ihre Schulter mitgelesen. Wortlos legte er den Brief auf den Küchentisch und nahm seine Frau in den Arm.

„Wir lassen uns nicht unterkriegen, Martha. Nicht von einem Kostenvoranschlag. Wir werden eine Lösung finden!“ Doch das Zittern in Jonathans Stimme strafte die zuversichtlichen Worte Lügen. Dennoch beruhigten die kräftigen Arme und der Klang seiner Stimme die traurige Frau.

Es war doch nicht alles verloren. Sie hatten noch sich. Sie hatten noch ihre Liebe und irgendwo auf dieser Welt hatten sie Clark, der irgendwann zu ihnen zurück finden würde. Das wusste Martha in ihrem Herzen.
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